EMAS an der Uni Tübingen Print E-mail

 

Um mehr über Umweltmanagementsysteme, insbesondere EMAS, zu erfahren und die Universität von deren Nützlichkeit zu überzeugen, hat unsere Studierendeninitiative im Sommer 2008 das Symposium „Greening the University - Perspektiven für eine nachhaltige Hochschule“ veranstaltet.

 

Unser Ziel war, dass die Universität ein flächendeckendes Umweltmanagementsystem einführt, um so der Ressourcenverschwendung ein Ende zu setzen und durch sinnvolle Maßnahmen Energie, Wasser, Papier etc. einzusparen. Die Universität soll sich ihrer Verantwortung für die Um- und Nachwelt bewusst werden und als Institution gemäß den Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung handeln und diesen Gedanken in die Gesellschaft tragen.

 

Da wir um die schwierige finanzelle Lage wussten, suchten wir Kontakt zum Umweltministerium des Landes Baden-Württemberg. Mit Erfolg. Wie von Umweltministerin Tanja Gönner auf dem Symposium verkündet, entschloss sich das Umweltministerium zur finanzellen Förderung des EMAS-Zertifizierungsprozesses der Universität Tübingen.

 

Bereits während des Symposiums teilte die Universitätsleitung mit, eine Zertifizierung nach dem Umweltmanagementsystem EMAS anzustreben.  Kurz darauf erfolgten der offizielle Beschluss des Rektorats (siehe Presserklärung) sowie die Ausschreibung der Stelle eines Umweltkoordinators oder einer Umweltkoordinatorin. Diese Stelle wurde schließlich Ende 2008 mit Frau Hedwig Ogrzewalla besetzt und hat unter anderem die Aufgabe, den Zertifizierungsprozess zu koordinieren.

 

Bereits erfolgreich vom Senat der Universität Tübingen verabschiedet wurde unser Entwurf für die Umweltleitlinien - und dies ganz ohne Gegenstimmen! Nun sollen vorerst in einem „Leuchtturm“-Projekt vier Gebäude nach EMAS validiert werden um so eine Erfahrungsgrundlage für eine flächendeckende Validierung zu gewinnen.

 

Bisher noch nicht fündig geworden sind wir auf der Suche nach einem Professor oder einer Professorin, der/die den Zertifizierungsprozess aus wissenschaftlicher Seite unterstützt und die nötigen Veränderungen an die KollegInnen weiterträgt. Der angedachte Ausschuss für nachhaltige Entwicklung, der als universitäres Gremium die Bestrebungen der Universität, sich den Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung zu verpflichten, unterstützen und vorantreiben sollte, ist ebenfalls noch nicht geschaffen worden. Jedoch wird im Moment die erste Umweltprüfung durchgeführt, bei der alle umweltrelevanten Daten der ca. 180 Unigebäude erfasst werden.

 

Die Universität befindet sich also, auch wenn langsamer als erhofft, auf dem Weg ein Umweltmanagement-system einzurichten und so auf der ersten Stufe, unsere Idee einer nachhaltigen Hochschule umzusetzen.