Nachhaltige Mensa Print E-mail

Die Universität Tübingen bekennt sich zur Maxime einer nachhaltigen Entwicklung. Sie
sieht Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil von Forschung und Lehre an […]. (siehe Umweltleitlinien der Universität Tübingen)
Im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung der Universität halten wir es für nötig, dass auch
die Mensen des Studentenwerk (StuWe) Tübingen-Hohenheim einen sichtbaren Beitrag zur
Umsetzung des neuen universitären Leitbildes leisten. Bei der energetischen Sanierung der
Wohnheime und dem Bezug von Ökostrom leistet das StuWe schließlich bereits Großes für
den Klimaschutz.
Das Mensakonzept von „Greening the University“ unterscheidet einen kurzfristig und einen
mittelfristig ausgelegten Teil. Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck der Mensen durch
unterschiedliche Maßnahmen langfristig zu reduzieren und den sozialen Auftrag des StuWe
zukünftig auch im Wareneinkauf zu erfüllen. Dabei fordern wir einen vermehrten Einsatz von
regional, biologisch und/oder fair erzeugten Lebensmitteln, sowie den Verzicht auf die
Verwendung einzelner Lebensmittel, die in der Herstellung problematisch sind. Das
kurzfristige Konzept kann mit geringen finanziellen Investitionen und unabhängig eines
eventuellen Um- oder Neubaus der Mensa Wilhelmstraße verwirklicht werden. Der
mittelfristige Teil enthält Ideen, den Bioanteil im Laufe der nächsten Jahre stetig zu erhöhen,
wobei hier auch gut auf die Erfahrungen anderer Studentenwerke in Deutschland
zurückgegriffen werden kann.

Kurzfristig
  • Einführung, Pflege und Einhaltung einer „Negativliste“ von Lebensmitteln. Diese umfasst Lebensmittel die in den Mensen des StuWe nicht mehr verwendet werden. Darunter fallen Produkte, für deren Produktion erhebliche Umweltschäden und/oder Verstöße gegen Sozialstandards in Kauf genommen werden. Entsprechend der aktuellen Liste Anpassung der Speisepläne.
  • Einführung von zwei festen, allseits beworbenen „Biotagen“ in der Woche, beispielsweise jeweils Montag und Donnerstag, an denen ein Hauptessen komplett mit biologischen Zutaten zubereitet wird. Ideal wäre an einen Tag ein biologisches Stammessen, am anderen Tag ein biologisches Alternativessen
  • Aufnahme von Sozial- und Umweltkriterien in die Ausschreibungen für die Beschaffung des StuWe


Mittelfristig

 

  • Anpassung der Planungen Um-/Neubau der Küchen und Lagerräume gerade bei den geplanten Maßnahmen in der Wilhelmstraße. Es besteht die einmalige Gelegenheit, Lagerräume und Küchen so zu planen, dass durch später mögliche getrennte Lagerung und Zubereitung der Essen eine Bio-Zertifizierung der angebotenen Speisen vorgenommen werden kann. Auswahl und Funktion der Küchengeräte sollten auch auf den Verarbeitungsstand ökologischer Lebensmittel zugeschnitten sein.
  • Ein tägliches Bioessen oder mehrere Biokomponenten in die Speisepläne integrieren
  • Maßnahmen zur Senkung des Fleischverbrauches, etwa durch preisliche Anreize, Verringerung des Fleischanteil, fleischfreier Tag.